Schleim und Gesundheit

Glitschig, feucht und irgendwie eklig, das kommt einem wohl zuerst in den Sinn, wenn der Begriff „Schleim“ fällt. Wussten Sie, dass viele Regionen unseres Körper, von der Nase über den Mund bis hin zum Verdauungstrakt, mit einer Schleimschicht ausgestattet sind? Der Schleim schützt vor Austrocknung und sorgt für die erforderliche „Rutschfähigkeit“. Daneben nimmt er eine wichtige Barriere-Funktion im Bereich der Immunabwehr ein. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen jetzt, dass der Schleim noch deutlich mehr kann. In ihm werden sogenannte Glykane (= Zuckermoleküle) gebildet, die in der Lage sind ungeliebte Erreger „zu entschärfen“. Erste Tests mit Pseudomonas aeruginosa zeigten, dass die Glykane die Kommunikation der Bakterien untereinander deutlich stören. Zudem wurde die Bildung bakterieller Gifte unterbrochen und die Bakterien konnten schlechter an den Zellen haften. Kurz gesagt – schleimbehandelte Bakterien waren in den Versuchen deutlich ungefährlicher. In weiteren Schritten gilt es für die Forscher nun herauszufinden, auf welche anderen Erreger die Erkenntnisse übertragbar sind und welche Bedeutung die „Glykan-Zusammensetzung“ hat. Im besten Fall erschließt sich mit „künstlichem Schleim“ ein neuer Weg im Kampf gegen antibiotikaresistente Keime. Wir bleiben für Sie dran.

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