Befreit aufatmen

Befreit AUFATMEN

Drei Wochen kann ein Mensch im Extremfall ohne Nahrung auskommen, knapp drei Tage ohne die Zufuhr von Flüssigkeit. Ohne Sauerstoff liegt dieser Wert bei nur wenigen Minuten! Umso wichtiger, unser Atemorgan – die Lunge – genau unter die Gesundheits-Lupe zu nehmen.

Optisch gleicht unsere Lunge einem umgedrehten Baum, bei dem aus dem Stamm zunächst mehrere Äste und dann feinste Zweige hervorgehen, an deren Enden viele Blätter sitzen. Dadurch entsteht die riesige Oberfläche von etwa 100 bis 140 m²! Das Geniale: Unsere Atmung funktioniert im Takt eines Schweizer Uhrwerks ganz automatisch. Ungefähr 15 Mal pro Minute hebt und senkt sich der Brustkorb, das entspricht 20.000 Atembewegungen pro Tag. Jeweils ein halber Liter Luft wird dabei vom Körper eingesaugt. Die eingeatmete Luft besteht zu ca. 21% aus Sauerstoff, beim Ausatmen hat sich dieser Wert auf 16% verringert. Umgekehrt nimmt die Menge an Kohlendioxid deutlich zu. Verantwortlich für diese Umwandlung (= Gasaustausch) sind die Lungenbläschen, die sogenannten Alveolen.
Diese winzigen „Ballons“ sind von feinsten Blutgefäßen ummantelt. Wie ein kleiner Blasebalg blähen sie sich auf und ziehen sich wieder zusammen. Mit Sauerstoff gesättigtes Blut strömt dadurch von der Lunge zum Herzen und wird von dort in den ganzen Körper verteilt. Einfach genial unsere Atmung!

Doch werden wir dabei nicht nur mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt. Bewusstes Atmen kann Puls und Blutdruck gezielt senken und den Spiegel verschiedener Stresshormone erheblich reduzieren. Wissenschafliche Studien belegen die Wirkung spezieller Atemtechniken bei Migräne oder Bluthochdruck. Ob bei einer bestehenden chronischen Erkrankung oder als vorbeugende Maßnahme, nehmen Sie jetzt Ihre Lungengesundheit in Angriff!

Bild: © EmotionPhoto – stock.adobe.com

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