Insektenstiche

Sssssssssss!
Es blüht, es duftet, die Temperaturen steigen, es zieht uns nach draußen. So ein Sommertag ist wirklich traumhaft, wenn – ja wenn da nicht diese summenden, krabbelnden, fliegenden Gefährten wären, die einem die gute Laune vermiesen können. Die Rede ist von Insekten. Vorneweg – die Nützlichkeit dieser Tierklasse ist unbestritten. Aber sind wir ehrlich, beim Picknick im Grünen sind sie vor allem eins: lästig.
Die gute Nachricht: Es gibt eine natürliche Abwehrstrategie für die kleinen Plagegeister und die ist besonders „dufte“.
Mücken, Bienen und Co. haben nämlich eine Schwachstelle und zwar ihre empfindlichen Riechorgane. Während sich unsereins an den herrlich aromatischen Ölen erfreut, werden die Insekten von intensiven Gerüchen in die Flucht geschlagen. Dazu zählen vor allem Citronella-Öl und Citriodol (aus dem Zitronen-Eukalyptus), aber auch Zeder, Nelke, Pfefferminze, Lavendel, Kampher oder Melisse. Die ätherischen Öle können als Raumduft verwendet werden oder – vermischt mit einer Pflegelotion oder einem Pflegeöl – direkt auf die Haut aufgetragen werden.

Und was tun, wenn es einen doch erwischt hat?
Steckt der Stachel noch in der Haut (z.B. bei einer Biene), ist es wichtig diesen zunächst zu entfernen, um nicht zusätzlich eine Eintrittsmöglichkeit für Bakterien zu schaffen. Dann heißt es kühlen, kühlen, kühlen. Teebaumöl wirkt antiseptisch und stillt zu- gleich den Juckreiz. Auch Pfefferminze und Aloe Vera können das lästige Jucken lindern. Ebenfalls gute Dienste leistet uns die Zwiebel. Homöopathische Mittel (z.B. Apis oder Ledum) können zusätzlich Lin- derung verschaffen.

Sommerzeit ist auch Wespenzeit. Limonade, Eis, Fleisch und Wurst sind bei den gestreien Fliegern beliebt. Meist sind die ungebetenen Gäste kein Problem, denn im Grunde sind Wespen friedliche Wesen. Sie stechen nur, wenn sie in die Enge getrieben werden oder bspw. im Mundraum landen.
Dann heißt es „Ruhig bleiben“. Wespen werden durch hektisches Wedeln oder Panikreaktionen nur aggressiver. Auch das gern gemachte „Anpusten“ bringt die kleinen Biester schnell in Rage. Das in der Atemluft enthaltene Kohlenstoffdioxid wirkt dabei als Alarmsignal. Eine einfache, aber wirksame Methode ist eine Sprühflasche mit Wasser. Kommt einem die Wespe zu nahe, reichen ein paar Sprühstöße und sie verschwindet. Die Feuchtigkeit suggeriert den Insekten, es regne und sie flüchten in ihr Nest.

Notfall-SOS:
Bei Symptomen wie Luftnot, Kreislaufschwäche Schwindel oder Übelkeit ist schnelles Handeln gefragt. Sofort den Notarzt unter 112 verständigen.

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